Bestimmt kennst du Kartoffeln als übliche Beilage zu den Mittagsmahlzeiten. Doch es gibt viele andere Optionen, die dein Essen nahrhaft und abwechslungsreicher gestalten können. Lass uns einige davon vorstellen, um deine Mahlzeit aufzuwerten.

Desto vielfältiger die Beilage, desto besser. Kohlenhydrate oder Stärke enthalten sind insbesondere Nudeln, Kartoffeln und Reis – diese Art von Lebensmitteln bezeichnet man als Beilagen, erklärt uns die Ökotrophologin Uta Töllner vom Verbraucherservice Bayern. Allerdings fügt sie hinzu: „Man hat jedoch eine Vielzahl an interessanten Optionen zur Auswahl, sodass das Essen niemals eintönig werden muss.“

Egal ob cremig oder knackig, herb schmeckend oder subtil, eine ausgezeichnete Beilage vervollständigt ein Mahl. Je stärker der Kontrasst zwischen den verschiedenen Zutaten ist, umso begeisterter erleben wir unsere Esserlebnisse, erklärt die Küchenexpertin Anne-Katrín Weber. Angeregt durch moderne Trendrichtungen wie Bowls und Mealprep, tauchen neue Arten von Beilagen auf unseren Menükarten auf. Hier s Zwei Ersatzmöglichkeiten für größere Varietät :

1. Bulgur & Couscous – die raschen Körner

Vorteile: Beide können innerhalb von ein paar Minuten vorbereitet werden und bieten eine angenehme, körnig-texturierte Konsistenz. Sie nehmen Gewürze und Aromen Sehr ausgezeichnet dafür geeignet, perfekte Ergänzungen für Salate, Gemüsepfanne oder osteuropäische Speisen zu sein.

Nachteile: Wenn sie nicht richtig zubereitet werden, kann Bulgur und Couscous fade schmecken. Es ist wichtig, die passenden Gewürze zu verwenden und friche Kräuter hinzuzufügen.

Vorbereitung: Der Bulgur kochen Sie ähnlich wie Reis. Beginnen Sie damit, ihn unter lauwarmem Wasser zu spülen. Das Gemüsefond sollte erst zum Kochen gebracht werden, bevor man den Bulgur darin quellen lässt. Dies dauert etwa 10-15 Minuten bei schwacher Hitze. Der Vorgang für das Couscous ist sogar schneller: Gießen Sie einfach heiße Brühe darüber und lassen es quellen — nach fünf Minuten ist Ihr Couscous bereit zur Servierung.

Zu beachten ist Folgendes: Zum Herstellen von Bulgur wird der volle Weizentripel zunächst gedampft, dann entledigt man ihn seiner Hüllfrüchte, trocknet ihn ein und zerkleinert ihn schließlich in kleinere Teile. Im Gegensatz dazu basiert Couscous auf Weizenschrot. Der Schrot wird feucht gemacht, formt sich durch Rollen zu winzigen Kügelchen und wird abschließend gekocht.

2. Polenta – die sämigen Maisbrei

Vorteile: Polenta lässt sich sowohl in einer saftigen und cremigen als auch in einer knackigen Version zubereiten. Im nördlichen Italien wird der gelbe Maisgries gerne anstelle von Kartoffeln oder Brot verwendet.

Nachteil: Ist die Polenta nicht gut gewürzt, kann sie geschmacklos sein.

Vorbereitung: Bringen Sie die Gemüsebrühe zum Kochen und geben Sie den Maisgrieß langsam hinzu, um Klumpen zu vermeiden. Senken Sie danach die Hitze und rühren Sie regelmäßig, bis sich die Masse nach etwa 10 Minuten verdickt und fertig gekocht hat.

Zu Recht bemerkt: "Die Polenta saugt sich wunderbar voll mit Soße und ist daher ideal für Gerichte mit reicher Soßenbindung, wie zum Beispiel die Ratatouille", erklärt Anne-Katrin Weber.

3. Asiatische Pfannküchen – knackig und aromatisch

Vorteile: Als interessante Alternative zum Reis passen sie hervorragend sowohl zur unabhängigen Verzehr als auch als Beilage zu asiatisch inspirierten Speisen. Wie Autorin Weber betont, bietet jeder Happen etwas Neues an Geschmacksrichtungen, dank der kleinen Stücke von gemischten Gemüsesorten im Pancake.

Nachteil: Das Vorbereiten der Gemüse kostet einige Zeit.

Vorbereitung: Mengenmäßig Mehl mit Wasser und Salz zu einem ziemlich dicken Teig verrühren. Beliebiges Gemüse fein hacken und unter die Mehlmischung heben. Daraus brät man die Pancakes in einer erhitzten Pfanne mit wenig Fett golden braun auf.

Zu beachten ist: Es gibt keine einheitliche asiatische Küche. Wie bei den kulinarischen Traditionen der europäischen Länder sind auch die einzelnen asiatischen Nationen durch ihre eigenen Spezialitäten und feine Unterschiede gekennzeichnet, erklärt Weber in ihrem Werk „Veganisch Deftig Asien“, wo sie eingehend auf die diversen asiatischen Küchen eingeht. Ihre Rezepte für chinesische Frühlingszwiebel-Plätzchen können problemlos mit weiteren Gerichten vermischt werden.

4. Quinoa, Amaranth und Buchweizen – die Superkerne

Vorteile: Diese Pseudogetreide Sind naturgemäß glutenfrei und übersät mit Proteinen und Ballaststoffen. Sie haben einen leichten nutsigen Geschmack.

Nachteil ist der langeTransportweg aus Südamerika, was die ökologische Bilanz dieserSuperfood-Produkte beeinträchtigt. Als Alternative könnte man stattdessen Quinoa und Amaranth vornehmen, die lokal angebaut werden können. Wie Uta Töllner vomVerbraucherserviceBayern angibt, gibt es bereits Quinoakanzüchte auch in Bayern.

Vorbereitung: Spüle die Körner gründlich, bis sie sauber sind und das Wasser klar wird. Danach koche die Quinoa in ausreichend Wasser etwa 15 Minuten oder den Amaranth für 20-30 Minuten auf niedriger Wärme, bis sich die Körner weich gekocht haben.

Zu beachten ist: „Man kann heutzutage bereits vorbereitete Quinoa, Amaranth, Dinkel und andere Getreideersatzarten kaufen“, erklärt Töllner. Sie werden meistens als Bowl-Mischungen angepriesen, wobei ihre Verpackung Ähnlichkeiten mit der von vorgegarem Reis aufweisen.

5. Gerste, Hirse und Hafer – die universellen Getreidesorten

Vorteile: Diese echten Getreide können über Pasta und Brot hinausgehen. Sie verleihen den Speisen einen leichten nussigen Beigeschmack.

Nachteil: Beim Zubereiten der Körner muss eine Vorwäschung erfolgen. Eine gewisse Vorbereitung ist daher notwendig.

Vorbereitung: Lassen Sie die Trockengetreidesamen im kalten Wasser Overnight aufquellen. Am folgenden Tag benötigt das Kochen 30 bis 45 Minuten. Gehacktes Getreide kann unmittelbar gekocht werden.

Gut zu beachten: Auch aus Gerste, Hirse und anderen Zutaten kann man Risotto zubereiten. Wie Anne-Katrin Weber erklärt, findet man auf den Speisekarten oft Bezeichnungen wie „Hirsotto“ oder „Gersotto“. Wer will, könnte sogar gleich einen großen Topf Getreide garen. Laut Uta Töllner eignen sich die vorgegartenen Körner hervorragend zum Einwecken. Sie betont, dass dies sehr praktisch sei und das nächste Mal viel Zeit spare.

6. Nudeln aus Vollkorn oder Linsen- und Bohnengemischen – die proteingereicherten Optionen

Vorteile:Diese Nudelvarianten enthalten hauptsächlich Linsen, Kichererbsen oder Vollkorngetreide und weisen einen höheren Protein Gehalt auf als traditionelle weißmehlige Nudeln. Sie lassen sich lang anhaltend sättigen und dank ihrer leicht raue Oberfläche adhieren sie ausgezeichnet mit der Sauce.

Nachteile: Sie verfügen über eine feste Konsistenz und einen ausgeprägten Eigengeschmack. Dies könnte anfangs etwas seltsam wirken.

Vorbereitung: Kochen Sie es wie traditionelle Nudeln und beachten Sie die Garzeiten, die auf der Verpackung angegeben sind.

Gut zu beachten: Um auch diejenigen zu begeistern, die skeptisch gegenüber neuen Geschmäckern sind, kann man eine Hälfte der gewohnten Pasta gegen Rotes-Linse-Fusilli austauschen. In Aufläufen oder mit pikanten Saucen finden diese leichten Modifikationen oft großen Anklang. Wie Uta Töllner betont, „verbindet der Klassiker-Geschmack der üblichen Nudeln mit dem Textur- und Farbkontrast von Hülsenfruchtnudeln ein attraktives Ganzes“.

Table of Contents [Close]
    Neuere Ältere
    X
    X
    X